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125 Jahre Chor Born. Klingt alt? Ist es nicht!
Wer sagt eigentlich, dass 125 Jahre alt klingen müssen? Der Chor Born beweist das Gegenteil: Wir schätzen unsere Wurzeln, lieben frischen Wind und gestalten unsere Zukunft selbst. Veränderung spüren wir nicht nur - wir treiben sie.
Wir wissen, wo wir herkommen
1901 gegründet, als Kirchenchor in und für das Ostbelgische Dorf Born. Seitdem ist fast alles passiert: zwei Weltkriege, Staatswechsel, eine Pandemie. Aber der Chor ist geblieben. Warum? Weil er nie nur ein Verein war. Er war Treffpunkt, Heimat, manchmal die zweite Familie. Hier sind Freundschaften entstanden, Ehen geschlossen und Generationen zusammengewachsen.
Diese Seele ist unser Fundament. Wir schätzen unser musikalisches Erbe und halten die alten Meister in Ehren. Aber wir stellen Traditionen nicht in die Vitrine zum Staubansammeln – wir innovieren, probieren aus, machen anders, gehen zwei Schritte vor und manchmal einen zurück. Das geht, weil bei uns Menschen nicht nur nebeneinander singen, sondern echt ins Gespräch kommen. Wir müssen nicht in allem einer Meinung sein, um uns zu schätzen. Aus diesem Miteinander entsteht der Drive, der uns weiterbringt.
Frischer Wind: wir lüften durch
Musikalisch trifft bei uns Händel auf Bowie und Mendelssohn auf modernen Pop – auf Deutsch, Englisch, Französisch und manchmal Latein. Genau so, wie Ostbelgien eben klingt: grenzüberschreitend und offen. Aus dem „Kirchenchor Born“ wurde der „Chor Born“. Nicht aus Respektlosigkeit vor der Kirche, sondern weil bei uns jede Stimme willkommen ist, egal woran sie glaubt.
Wir machen uns nichts vor: Die Chorszene wandelt sich. Kirchen werden leerer, das Publikum älter und viele Chöre verschwinden leise von der Bildfläche. Und diesen Weg wollen wir nicht mit anderen Chören teilen. Neil Young hat gesagt: "It's better to burn out than to fade away" (etwa: Es ist besser zu verglühen, als zu verblassen). Statt peu à peu leise zu verschwinden, haben wir den Spieß umgedreht und uns gefragt: Was muss sich ändern, damit Singen wieder modern und attraktiv wird?
Machen ist wie wollen, nur krasser
Unsere Antwort auf die Zukunft ist kein einzelnes Projekt oder das Ändern unseres Namens – wir denken unseren Chor auf vielen Ebenen neu. Ein paar Beispiele:
Im Repertoire:
Pop, Rock und moderne Arrangements stehen heute ganz selbstverständlich neben klassischer Chormusik. Selbstgeschrieben, neu arrangiert oder im Original. Weil's gefällt …In der Spitze:
Dirigat und Vorstand sind jünger geworden und sollen es weiter werden. So treffen frische Ideen auf die Erfahrung vieler Jahrzehnte und bekommen einen Nährboden.In der Struktur:
Kein Einzelner oder kein kleiner Personenkreis trägt die ganze Last. Wir arbeiten in flexiblen Projektteams. Jede und jeder bringt sich da ein, wo die eigenen Stärken liegen – ob Tech, Eventplanung, Kreatives oder Notenarchiv.In der Öffnung für Projekte:
Mit Formaten wie „Born to be wild“ schaffen wir Einstiege ohne jahrelange Vereinsbindung. Gleichzeitig nutzen wir Chancen wie unser beliebtes Weihnachtssingen in Deidenberg oder digitale Aktionen, um nah an unserem Publikum und damit potentiellen Mitgliedern zu sein.
Zwischen Himmel und Erde
Das Jubiläumsmotto zu unserem 125-jährigen Bestehen bringt alles in vier Worten auf den Punkt:
Der Himmel: Unser geistliches Fundament, Tiefe und Beständigkeit
Die Erde: der Beat von heute, Experimente und "Bock" auf Chor
Der Raum dazwischen? Genau das, was wir bespielen wollen


